Online-Petition gegen Baugebiete

14.11.2020
Stellungnahme

Einige der Initiatoren der Petition sind mit der Beschlusslage des Gemeinderats der Stadt Pfullingen bestens vertraut. Vertreter der Bürgerinitiative „Rettet das Arbachtal“ haben an mehreren öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats teilgenommen und Bürgerfragestunden für Nachfragen genutzt. Diese Vertreter wissen genau, dass die Erschließung von Flächen im Arbachtal für Wohnbebauung und Gewerbe unter dem Vorbehalt des tatsächlichen Bedarfs steht und vorrangig erschließbare Flächen und Bestandsgebäude im Innenbereich zur Deckung der Nachfrage genutzt werden sollen. Der „Plan B“ der Bürgerinitiative ist insoweit in der Beschlusslage des Gemeinderats bereits enthalten. Es kann auch keine Rede davon sein, dass es keine Kommunikation mit der Verwaltung oder dem Gemeinderat dazu gibt.

Soweit die Theorie. Die Praxis sieht ganz anders aus. Die Nachfrage nach Gewerbe- und Wohnbauflächen kann in Pfullingen schon lange nicht mehr bedient werden. Betriebe und Familien wandern ab. Die Stadt Pfullingen braucht ein moderates Wachstum, um die bestehende gute Infrastruktur erhalten und weiter betreiben zu können.

Naturschutz und Innentwicklung stehen in Pfullingen schon lange auf der Agenda. Die Stadtbegrünung und die weiten Naturflächen auf der Gemarkung belegen dies. Die Innenentwicklung der Stadt Pfullingen hat weit über die Grenzen der Stadt Pfullingen hinaus Beachtung gefunden. Verwaltung und Gemeinderat haben die zur Bebauung nutzbaren Flächen nach den Vorgaben der grünen Landesregierung erheblich reduziert. Es gibt andere Kommunen in der Region wie die Stadt Tübingen, die wesentlich mehr bebaubare Flächen in der Reserve haben. Die Stadt Pfullingen steht demgegenüber gut da. Wir brauchen deshalb keine Ratgeber von außen, die ihre Ideologien durch das Land tragen. Besonders ärgerlich ist, wenn sich in diesen Initiativen auch noch solche Leute versammeln, die das haben, wogegen sie protestieren: Das eigene Haus mit Garten.

Gert Klaiber, Stadtrat Pfullingen

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